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. Araucaria  
  
 
 

Zur Familie der Araucariengewächse (Araucariaceae) gehören zwei Gattungen, die je 20 Arten umfassen. In Südamerika sind zwei Arten beheimatet. Das von mir verarbeitete Holz stammt von der in Brasilien wachsenden Araucaria angustifolia. Sie wird u.a. auch unter den Handelsnamen Brazilian pine, Pino blanco, Paraná pine (weil im Staate Paraná in Brasilien vorkommend), Brasil"kiefer", Parana"kiefer" geführt. Diese Namen sind irreführend, denn es handelt sich nicht um Kiefern (pinus). Das Wort Auraucaria ist indianischen Ursprungs und stammt aus Chile. "Arauco" bezeichnet eine Gegend, in der die Pflanze durch einen spanischen Forscher entdeckt wurde. Es ist ein immergrüner Nadelbaum, dessen Krone einen regelmäßigen Aufbau hat, weil die Äste symmetrisch angeordnet sind. Die als "Zimmertanne" kultivierte Araucarie zeigt den gleichen regelmäßigen Aufbau. Der Baum erreicht Höhen von 40 m und der Stammdurchmesser kann 180 cm betragen. Das Alter der genutzten Bäume beträgt 300 bis 700 Jahre. Im zweiten Jahrhundert ihres Lebens stoßen die Bäume ihre unteren Äste ab, so daß sich gerade Stämme herausbilden und die Bäume deshalb im Holzhandel besonders beliebt sind. Es lassen sich extrem lange Bretter und Balken daraus fertigen. Das gelblichweiße Holz zeigt wenig Unterschied zwischen Splint- und Kernholz. Im Kern können jedoch interessante Farbschattierungen auftreten, die das Holz sehr attraktiv erscheinen lassen. Viele kleine Ästchen im Kernholz ergeben ein Interessantes Erscheinungsbild. Die Struktur des Holzes ähnelt der der Weymouthskiefer. Das Holz trocknet langsam. Es hat sehr gute mechanische Eigenschaften. Die Zugfestigkeit und Druckfestigkeit ähneln sogar der von Teak oder Weißeiche. Das Holz findet eine breite Anwendung in der Technik. Es wird z. B. als Konstruktionsholz, Sperrholz, für Möbel, Masten, Streichhölzer, Parkett und zur Papierproduktion verwendet.

Die von mir verwendeten kegelförmigen Teile der Krone lagen Jahrhunderte in der Erde und verfaulten dank ihres großen Harzgehaltes nicht, während das eigentliche Stammholz nicht mehr vorhanden ist. Sie werden in Brasilien ausgegraben. Diese kegelförmigen Astansätze sind überaus dicht und homogen im Aufbau, sehr hart und sehr feinjährig. Das Holz läßt sich sehr schlecht schleifen, weil sich das Schleifpapier durch den hohen Harzgehalt sofort zusetzt und dadurch schmiert. Beim Schleifen ist große Vorsicht geboten, da das austretende Harz sich sehr schnell erhitzt und braune Brandstreifen hinterläßt. Eine normale Oberflächenbehandlung mit Öl oder Wachs ist unnötig, da der hohe Harzgehalt eine haptisch hervorragende Oberfläche ergibt. Auch würde eine Oberflächenbehandlung mit Öl unmöglich sein, da Öl und Harz eine klebrige Oberfläche ergeben würden. Die Farbe dieser in Deutschland fälschlicherweise als "Pinienknoten" (oder noch schlimmer: "Pinienzapfen"!) gehandelten Astansätze ist ein sehr seltenes Lachsrot.