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Black
Palmyra ist das Holz der Borassuspalme (Borassus flabellifer
L.). Sie wird auch Indische Palmyrapalme, Lontarpalme, Brabtree oder
Black run palm genannt. Die Borassuspalme ist in den tropischen
Savannenregionen West- und Ostafrikas, entlang des Persischen Golfs,
in Indien und Sri Lanka, und südlich bis zu den Sundainseln
verbreitet. Das von mir verarbeitete Holz stammt aus Asien.
Borassuspalmen sind Fächerpalmen. Sie erreichen Höhen von 40 m und Durchmesser
von 60 cm. Weibliche Bäume sind meist größer und
stärker als die männlichen Exemplare. Die Bäume werden
im gesamten Verbreitungsgebiet überwiegend wegen der vielseitig
verwendbaren Früchte kultiviert. Diese sind sehr zahlreich und
wachsen in Büscheln von 25 bis 50 kg. In Form und Farbe ähneln
sie großen Auberginen. Mehrere der etwa 5 x 8 cm große
Samen sind jeweils von einem öligen Fruchtfleisch umschlossen.
Es ist saftig, hat einen melonen- oder ananasartigen Geruch, schmeckt
aber ein wenig nach Terpentin. Die Fortpflanzung erfolgt durch
Naturverjüngung, auch tragen Elefanten, die die Früchte
fressen, wesentlich zur Verbreitung bei.
Fast alle Teile der Palme werden genutzt. In einem Tamil-Gedicht wird die
Borassuspalme wegen ihrer 800 Nutzungsmöglichkeiten gerühmt.
Aus dem Fruchtfleisch wird ein nahrhafter Saft gepreßt. die
harten Samenschalen finden Verwendung als Kuhglocken und können
zu Holzkohle verarbeitet werden. Auch das Nährgewebe der Samen
ist eßbar. Das mehlfreie Herz der Keimlinge wird getrocknet
und, geröstet oder gekocht, zu Mehl vermahlen und in Form einer
nahrhaften Grütze genossen. Die Blätter dienen zur
Anfertigung von Matten, Körben, als Material zum Dachdecken; die
Blattfaser zur Herstellung von Tauwerk, regional auch von Papier.
Besonders wichtig ist die Gewinnung von Zucker aus dem Saft der noch
in den Scheiden eingeschlossenen männlichen Blütenstiele.
Von 20 Palmen kann eine Familie etwa 1000 kg Zucker im Jahr
erwirtschaften. Dieser Zucker (Lontarzucker) soll in Indien schon vor
dem Rohrzucker bekannt gewesen sein. Von dem dafür verwendeten
Sanskritwort "sakar" sind alle in Europa üblichen
Bezeichnungen für Zucker abgeleitet. Derselbe Saft wird auch zu
Palmwein, dem „Toddy” vergoren.
Das Holz älterer Bäume ist in den äußeren Bereichen
des Stammes hart, dauerhaft und dekorativ. Es läßt sich
gut polieren, splittert allerdings wegen seiner leichten Spaltbarkeit
beim Nageln. In den Erzeugerländern wird es sowohl für
Tischler- und Drechslerarbeiten wie auch Bauholz für den Haus-
und Brückenbau verwendet. Auch Pfähle,
Telegrafenmasten, Wasserrinnen und Kanus werden aus diesem Holz
gefertigt. In Europa wird es überwiegend in gedrechselter Form
zu Schirmgriffen, Spazierstöcken und vielerlei
Schmuckgegenständen verarbeitet und mitunter auch als
„Stachelschweinholz” (engl. „porcupine wood”)
vermarktet.
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